500 Jahre Reformation 2017 – Kleine Städte und Landschaft in Preußen und die Reformation

Vide mirabilia! Ad Prussiam pleno cursus plenisque velis currit Evangelium!

„Sehet das Wunder! In voller Fahrt und mit prallen Segeln eilt das Evangelium nach Preußen“ – so schrieb Martin Luther 1525 begeistert und anerkennend an den Bischof von Samland Georg von Polentz. Und in der Tat war Preußen das erste geschlossene evangelische Territorium, gab es hier die bischöfliche Reformation des Ehardt von Queiss, wurde von Preußen aus refomiert: durch die Verbreitung von Theologischen Drucken, durch Pastorenausbildung und die Gründung von akademischen Gymnasien und Universitäten. Die Bedeutung Preußens für die refomatorischen Bewegungen steht in einem Missverhältnis zu ihrer Erforschung und ihrer öffentlichen Wahrnehmung. In Gesamtdarstellungen zur Reformation sucht man den Eintrag Preußen oder auch jenen zu Albrecht von Brandenburg oder zu den preußischen Reformatoren vergeblich. Weitgehende terra inkognita sind die kleineren preußischen Städte und ihre Reformationsgeschichte. Hier will das Forschungsprojekt ansetzen und neben Einzelstudien auch eine Geschichte der Reformation in Preußen entstehen lassen.

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