100 Jahre 1. Weltkrieg – Erinnerung und Erforschung

Während die Geschichte des Ersten Weltkriegs rechtzeitig zum Jubiläum mit diversen Überblicksdarstellungen und zum Nachwirken des ersten globalen Krieges große Aufmerksamkeit auf sich zieht, bleiben Studien zur Erforschung des Kriegsalltags und der Rückwirkungen des Krieges auf die Gesellschaft weitgehend unbeachtet oder müssen erst erstellt werden. Westpreußen kommt hier eine besondere Bedeutung zu, war es doch durch die Kriegsflüchtlinge aus Ostpreußen frühzeitig mit den direkten Folgen des Kriegs konfrontiert. Eines Krieges, der im kollektiven Gedächtnis vor allem in den Schützengräben des Westens  als Materialschlacht gespeichert ist. Die Kriegsereignisse im Osten werden hingegen ausgeblendet oder in ihrer Vielschichtigkeit verkannt. Hier soll ein Forschungsprojekt ansetzen, das anhand der Bestände des Geheimen Staatsarchivs die Kriegsfolgen und den Alltag in Westpreußen erforscht und uns so ein vielschichtiges Bild dieses prägenden Ereignis für die gesamte Region liefert.

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